05 Nov

Wer hat’s erfunden?

Liebe Goodnity Fans,

es ist Donnerstag! Die Woche ist also wieder fast geschafft und das bedeutet auch, dass der nächste Teil unserer Blogstory ansteht. Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen und ein zauberhaftes Wochenende.

Euer Goodnity-Team!

… also schon mal nicht die Schweizer. Soviel habe ich bei meinen ersten Recherchen über die Gründer Marc, Max und Keith bereits herausgefunden. Bevor ich bei Goodnity anrufe und nach einem Interview frage, brauche ich aber erstmal eine kleine Pause. Ich rufe Niklas in seinem Büro an und brauche zum Glück nix sagen… er sieht nur meine Durchwahl auf dem Display und sagt: „Also, ich hätte heute extreme Gelüste auf Falafel.“ Fünf Minuten später laufen wir die 8 Stockwerke runter. Er ist einer der wenigen solidarischen aus dem Büro, der mit mir die Treppen nimmt. Wir gehen ohne Umwege zu unserem Lieblings-Falafelladen. Ich bestell mir einen Falafel-Schawarma-Mix. Die Falafel dort sind einfach gigantisch. Nicht so kleine dreieckige Teigtaschen, sondern ein großer zusammen gerollter Teigfladen. Eigentlich sind es sogar zwei Teigfladen, weil ein einzelner die ganzen Zutaten nicht halten könnte. Wir setzen uns zum Essen in den kleinen Park neben dem Laden. Dabei beobachten wir in einvernehmlichem Schweigen die vorbeilaufenden Menschen und genießen die Herbstsonne. Einfach mal durchatmen…

Irgendwann, als wir fast fertig sind fragt Niklas mich, noch leicht schmatzend, wie es mit meinen Recherchen läuft. Ich antworte: „Gut, gut… ich habe erstmal Hintergrundinfos zu den Gründern gesammelt. Eben wie diese auf die Idee zu der App gekommen sind und so.“ „Ah ok, und wie kam das?“, will Niklas wissen. „Naja, unter anderem dadurch, dass zwei von den Gründern während des Studiums in den Semesterferien Indien bereist haben. Einerseits konnten sie dort gut beobachten, welchen positiven Einfluss Bildungseinrichtungen auf die Zukunftsperspektiven von Kindern haben. Andererseits herrschte durch den Mangel an Ressourcen eine ziemlich große Planungsunsicherheit seitens der Hilfsorganisationen. Dann dachten sie sich, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, wie jeder sich zur Unterstützung solcher Hilfsorganisationen einbringen kann. Die Denkweise ist dann eben diese, dass zwar keine großen Beträge eines Einzelnen gespendet werden, dafür aber eine viel größere Community regelmäßig spendet. Und umso größer die Community, umso mehr kann man damit natürlich auch bewegen. Angesprochen werden soll vor allem der jüngere Teil der Gesellschaft, der sonst noch gar nix mit Spenden und Charity zu tun hat. Deswegen auch die Idee einer App. Wir wissen ja alle, wieviel Zeit wir heutzutage am Smartphone verbringen.“ Als ich fertig mit erzählen war nickte Niklas und sagte: „Ja, das klingt eigentlich ziemlich einleuchtend. Ich meine, ganz ehrlich… wieso sollte man sich die App nicht runterladen, sobald man davon hört? Dafür, dass sie auch noch umsonst ist… da gibt’s dann eigentlich kaum noch Ausreden.“

Beim Zurückgehen tauschen wir noch den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Paula hat tatsächlich den Chef gefragt, ob sie nicht doch den Artikel über Goodnity machen kann. Sie muss wohl die halbe Nacht ihren anderen Kram fertig gemacht haben, damit sie jetzt Kapazitäten hat. Mein Chef lehnte aber ab, schließlich sei ich schon in den Recherchen drinnen. Zum Glück! Paula hätte es sicher irgendwie geschafft, die komplette Aufmerksamkeit im Artikel auf sich zu lenken. Klingt komisch? Ist aber so! Sie hat mal eine Reportage über einen Schlachthof mit extrem schlechten Haltungsbedingungen gemacht. In dem fertigen Artikel ging es dann größtenteils darum, wie Paula zum Vegetarismus gelangt ist und sich dabei selbst entdeckt hat. Ich weiß nicht wie sie es geschafft hat, aber dieser Artikel wurde dann tatsächlich fast 1:1 so veröffentlicht…

Nachdem ich oben in meinem Büro angekommen bin (hochlaufen muss ich immer ohne Niklas, soweit geht die Freundschaft dann doch nicht), warte ich die obligatorischen fünf Minuten, um meine Atmung zu regulieren. Dann greife ich zum Hörer, wähle die Nummer aus dem Impressum von Goodnity und melde mich beim Abnehmen mit den Worten: „Hey, hier ist Anna! Ich würde gern ein Interview mit euch machen…“